mydebian: Geburtstagsgrüße
Der Bürgermeister der Tuxlinge hat neben dem Geburtstag von Gnome auch Debian/GNU Linux geehrt und zu einer “Blogparade” aufgerufen, in der die verschiedenen Debian-Derivate einen kleinen Artikel bekommen sollen. Ich hoffe, dort wird nicht auf “A” gewartet, mir fällt nämlich kein Derivat mit A ein - und ich persönlich nutze das Original - Debian / GNU Linux. Daher beschäftigt sich mein kleines Beiwerk mit Woody, Sarge und Etch - und Lenny, das ich derzeit nutze.
Es ist ein Allgemeinplatz, das die Versionen von Debian nach Figuren aus dem ersten Pixar-Film benannt sind: Toy Story. Meine erste Berührung mit Debian war Ende 2002, damals noch Woody. Sie verlief ziemlich erfolglos. Ich war auf der Suche nach einem Ersatz für SUSE Linux, damals wohl in einer 8.xx Version. Nachdem ich bei SUSE Linux 6.2 eingestiegen bin (muss wohl Ende der 90er gewesen sein), wollte ich mich weiter entwickeln und weg von YAST und der SUSE eigenen Ordnung. Ich gebe zu: ich scheiterte an dselect und apt und meine Versuche es zu kapieren waren erfolglos.
Das nächste Mal mal Debian war 2003, Sarge war quasi-stable, das war dann schon erfolgreicher. Mit Sarge wurde erstmals ein relativ einfach zu bedienender Installer geliefert, der es mir einfach machte, die letzten Microsoft Windows (XP) Systeme zu ersetzen. Seitdem läuft auf meinem Desktop-PC Sarge bzw. die jetzt aktuelle Stable Version: etch. Auf meinem Laptop läuft seit etch stable ist Lenny, der derzeitige testing/sid Zweig von Debian.
Das schönste Erlebnis, das sich mehrfach repliziert hat, möchte ich natürlich nicht vorenthalten. Ich würde mal sagen, das geht mit jedem anderen Linux System auch, das auf LSB läuft, aber es macht für mich eine der Einzigartigkeiten des gesamten Systems aus. Nach einem Komplettcrash meines Desktop-Systems habe ich es komplett neu aufsetzen müssen. Da ich beim Installieren (windowsgewohnt) darauf geachtet hatte, die Partitionenen schön einzuteilen, konnte ich meine /home/$user Partition ohne Formatierung direkt wieder einbinden. Beim ersten Neustart nach der abgeschlossenen Installation lief der X-Server wie gewohnt. Beim Starten von Thunderbird Icedove kamen alle Mails - selbst die Entwürfe - wie gehabt, Firefox Iceweasel startete mit der abgebrochenen Sitzung und den Daten, die zum Crash geführt haben.
Jetzt, auf dem von Lenny getriebenen Laptop, ist das wieder genauso aufgeteilt - nur hier das erste Mal verschlüsselt mit cryptsetup:
ml@karl:~$ df -h
Dateisystem Größe Benut Verf Ben% Eingehängt auf
/dev/mapper/karl-root 268M 104M 150M 41% /
tmpfs 253M 0 253M 0% /lib/init/rw
udev 10M 52K 10M 1% /dev
tmpfs 253M 0 253M 0% /dev/shm
/dev/hda1 236M 20M 204M 9% /boot
/dev/mapper/karl-home 27G 1,5G 25G 6% /home
/dev/mapper/karl-tmp 380M 11M 350M 3% /tmp
/dev/mapper/karl-usr 4,7G 2,9G 1,7G 63% /usr
/dev/mapper/karl-var 2,9G 535M 2,2G 20% /var
Windows-Nutzer müssen das einem erst einmal vormachen - liegen doch die Mails meist in einem Ordner wie z.B. C:\Programme\Thunderbird\usw.. Da C:\ mit der Windowspartition zumindest beim Normaluser unweigerlich überschrieben wird sind die Mails futsch. Und wenn Windows einmal gecrasht ist, geht auch das herumkopieren der Mails nicht mehr. Außer man hat eine Live-Version von Knoppix (auch ein Debian-Derivat) am Start.
Mittlerweile ist viel Deb und Ian in meinem Leben: auf meinen PCs sowieso, auf dem Router auch - und mittlerweile in einer selbst gebastelten secure Dektop Version für eine meiner Mitbewohnerinnen. Da sie sich mit Computern gar nicht auskennt, habe ich dort eine Version von mir hingespiegelt (wie cool), die ich jetzt via apt-cache auf dem laufenden halte. SSH ist mein Freund in dieser Sache.
Hier noch ein Bild von meinem Desktop, um die Sache rund zu machen. Es kommt von meinem Lenny-System (namens Karl, wo wir schon bei Filmen sind):
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