ubuntu gutsy gibbon - installationsbericht(e)
von ml in minds am 18.12.2007 mit - Bookmark?
Am Wochenende bat mich meine werte Mitbewohnerin, sie endlich von der Windowswelt zu erlösen Ihren Computer zu reparieren, *. Klasse Idee, konnte ich doch endlich mal mit dem neuen Ubunturelease herumprobieren, der hier seit dem Kauf der ct’extra herumliegt.
Es handelt sich um ein Toshiba Laptop mit einigem an spezieller Hardware und der Anforderung die Platte verschlüsselt zu halten (also crypt-setup) und sowohl Drucker als auch Soundkarte via USB anzusprechen. Mit OpenSuse, das ergab ein Test eines Bekannten, ging das schon mal nicht.
Die erste Installation klappte schon mal gar nicht: von der normalen Live-CD aus gebootet, lässt sich die Verschlüsselungsoption nicht ansprechen. Geschweige denn spezielle Software auswählen. Außerdem muss sich das System wohl auf Blinde eingeschossen haben - die Schriftgrößen in den Fensterheadern waren gefühlte 48pt. Kleinigkeiten, klar. Der Rest der Installation (also Netzwerk und nachladen der entsprechenden Module / Treiber) lief ohne Probleme.
Also, nochmal das ganze am Sonntag, nachdem ich alles einmal überschlafen hatte. Da klappten die Dinge auch besser. Im Anfangs erscheinenden Diskmenü gibt es die Option, mittels textbassiertem Installer zu arbeiten. Oh Wunder, hier gibt es die Funkion, die Festplatte via LVM gesteuert zu verschlüsseln. Und es können entsprechende Pakete und Sektionen ausgewählt werden. Um genau zu sein: die Installation unterscheidet sich zur aktuellen Debian sid Netinstaller CD an keinem Punkt - nur am Ergebnis, heraus kommt nämlich (ohne Initialen Konfigurationsaufwand) ein formschönes Ubuntu 7.10. mit laufendem Gnome (!), 3d-Unterstüzung (!!) und Compiz (!!!). Auch die geforderte Unterstützung des Druckers (HP9100) lief auf Knopfdruck, ebenso wie die USB - Soundkarte (auch wenn sich automatisch immer erstmal die lokale einstellt). Sogar das verschlüsselt laufende W-Lan wurde ohne Mucken erkannt.
Naja, wenn das auf dem Laptop so gut funktioniert versuche ich es auch auf meinem Desktoprechner. Auf dem werkelt derzeit ein sehr gut abgehangenes Debian SARGE. Dummerweise habe ich gerade keine CD hier - und in dem PC kein DVD Laufwerk. Morgen mehr.
Update, später:
So klappt es auch mit dem Nachbarn Ich habe mir das Alternate-iso gezogen und auf die jetzt vorhandene Cd gebrannt. Die Installation klappte wie am Schnürchen, wieder mit allen erwünschten Features. Und wieder hat die Datenerhaltung sehr gut geklappt. 100 GB Zeugs zu transportieren ist nicht ganz so einfach. Sie vom Start weg ordentlich eingebunden wieder zu finden ist ein Erlebnis für sich. Und 3d Unterstützung funzte auch sofort, ohne Kernelgefrickel. Ich bin schon auf die schlechten Seiten gespannt, wenn sich die guten so positiv ausnehmen müssen diesen im 9. Kreis der Hölle liegen. Gerade laufen die ersten (Sicherheits)Updates, nach drei Monaten ist das auch ok.
* das ursprüngliche Problem bestand in einem gelösten Festplattencontroller. Durch diesen bootete Windows nicht mehr korrekt. Das ganze hätte also auch ohne das ganze Backuphin- und -her gelöst werden. Zu spät, jetzt rennt der mutige Affe.
Tags: 3d, BGE, Bier, Compiz, Computer, Debian, Desktop, GPG, Open Source, Ubuntu, Update, WGing, Windows
Ähnliche Artikel:







Keine Kommentare bisher. Warum fängst du nicht an?