warte, warte nur ein weilchen
Gestern Abend, beim warten in er Kneipe, kurz vor einem der besten Gespräche seit langem, sah ich mich mit einer Familie am Nachbartisch konfrontiert. Wahrscheinlich klang ein schöner Tag für die drei aus, immerhin war das Kind welches mit am Tisch saß noch hellwach und brachte folgenden Reim zur Aufführung, den ich natürlich nicht vorenthalten möchte:
„Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Schabefleisch aus dir. Aus den Augen macht er Sülze, aus dem Hintern macht er Speck, aus den Därmen macht er Würste und den Rest, den schmeißt er weg“.
Das mehrmals. Zuerst waren die Eltern recht begeistert von der lyrischen Fähigkeit des Kindes. Als sie aber bemerkten, dass Zuschauer und -hörer an den Nachbartischen aufmerksamer wurden, versuchten sie das Schauspiel zu unterbinden. Zu spät. Es wurde schnell gezahlt.
Was ist das nur für eine seltsame Welt, so surreal manchmal. Mein Kopf entleerte sich sofort, ich war bereit. Mit Mirinda möchte man rufen: O wonder! How many goodly creatures are there here! How beauteous mankind is! O brave new world. That hath such people in’t!”
Schlagwort: Leben, Selbstreferenzielles




das kenn ich aus dem film m mit peter lorre. gruselig.
Es handelt sich meines Wissens um einen Abzählreim, der im Zusammenhang mit dem Massenmörder Fritz Haarmann entstand. Passiert halt, wenn das Reale zur Realität wird und dann noch verarbeitet werden soll… schön gruselig, jawoll.
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