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Serielle Monogamie

17 Juni 2008 31 views 6 Kommentare

Gleichzeitig haben zentrale Wertvorstellun­gen wieder eine konservativere Richtung einge­schlagen: »Serielle Monogamie« lautet ein tref­fendes Schlagwort für das Paarungsverhalten im 21. Jahrhundert. Vor allem junge Erwachsene sehnen sich weniger nach hemmungsloser se­xueller Freizügigkeit als vielmehr nach einer festen Beziehung mit gegenseitigem Treue­gelöbnis – am liebsten, bis der Tod sie scheidet. Auf dem Weg dorthin werden jedoch meist mehrere intime Partnerschaften erprobt. Dabei scheint Sex stärker als eine Generation zuvor an Liebe und Treue gebunden zu sein. Männ­liche Jugendliche sind zwar nicht so roman­tisch wie junge Frauen, legen aber dennoch großen Wert auf gegenseitiges Verstehen und Vertrauen.

Quelle: http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/944356

Mal schaun, was sich in den angekündigten Artikeln zur Serie noch so findet. Sehr interessant und empfehlenswerer Artikel.

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6 Kommentare »

  • Doc Sarah said:

    kluger artikel in der gehirn und geist - gut formuliert. ja, diese entwicklung kann ich aus allem, was ich so in der praxis höre und auch sonst so sehe bestätigen… bin auch gespannt auf die folgeartikel. danke für den tipp!

  • ml (author) said:

    Mich spannen dabei vor allem zwei Fragen, auf die im Text nicht weiter eingegangen wird (wär wohl auch eher was für Paarsoziologie): trifft das Topic und die Zunahme der seriellen Monogamie auch für gleich- oder andersgeschlechtliche Paarmodelle, wenn nein warum nicht. Und natürlich - und das lässt der Artikel leider offen - wie kommt Mensch da wieder weg.

  • Nicholas said:

    Naja.. in einer so kurzlebigen Welt wie die heutige ist es doch kein Wunder, dass unsere Jünger nach den festen Säulen im Leben streben.. wahrscheinlich konnten sie sich von der Überlegenheit dieser festen Beschaffenheit bei der bröckelnden Familienidylle schon überzeugen…

    Hemmungsloser S… ist zu kurzlebig, auf die Nachhaltigkeit kommt’s an…

    btw: schöner blog, ein paradies der vokabular-schubser. grüße.

  • ml (author) said:

    Hm. Das mit den festen Säulen ist so eine Sache. Die gleiche Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Scheidungsrate in höherem Alter (also wenn die feste Säule der Kindererziehung weg ist) deutlich zunimmt - und dass die durchschnittliche Ehe nach 5 Jahren geschieden wird. Nehmen wir mal noch 2 - 3 Jahre vorheriges zusammensein dazu … dann erscheint mir die feste Säule, von der du sprichst als äußerst porös.

    Was sind Vokabular-Schubser, sorry für die Nachfrage?

  • Nicholas said:

    immerhin … 5 Jahre ist doch für heutige Verhältnisse “lang”. Das wir hier nicht von den 80ern sprechen, ist mir klar. Wenn ich im hier und jetzt eine 3 jährige Beziehung führe bin ich froh zu sagen, dass es eine schöne lange Zeit war. Meine Eltern wären bei der gleichen Aussage in Urkomik verfallen.. Zumal die Länge der Planungsphasen immer kürzer werden, mittlerweile fällt die “Zukunft” in einen 1-jährigen Rhythmus, ziemlich unnachhaltig eben …

    Auf Deine Frage: Vokabel-Freak / Belesen? Zumindest kommt die Art des Schreibens nicht irgendwoher.. :- ) Ahoi.

  • ml (author) said:

    Hm, ich hab da schon einen längerfristigen Zukunftsentwurf für mich, früher nannte man das auch Utopie :). Es ist auch nicht so, dass ich ein Problem mit Leuten habe, die sich längerfristig aneinander binden, das wäre auch ein bisschen schizophren.

    Worum es mir geht ist der offensichtliche Spalt zwischen dem medial transportieren Bedürfnis der “Frauen”, sich selbst von der Fuchtel männlicher (Gewalt)Herrschaft zu befreien (aka Patriachat), aber weder die Heteronormativität ankratzen noch das häusliche Zweisamkeitsbeziehungsmodell. Konservativ, alles in allem.

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