Leere Signifikanten Fantasies have to be unrealistic.

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wie mich das ankotzt
von ml in signifikate am 01.07.2008 mit - Bookmark?

Red Women

Heute vor 50 Jahren trat in der Bundesrepublik Deutschland das Gesetz zur Gleichstellung der in Kraft. Das Letzentscheidungsrecht des Ehegatten über Geld, Erziehung und Berufswahl lag bis dahin beim Mann, er konnte “sogar” die Anstellung seiner Frau kündigen, wenn es ihm Recht war.

Umstritten waren vor allem das männliche Entscheidungsrecht in allen ehelichen Angelegenheiten (welches dann keinen Eingang in das Gesetz fand) sowie der väterliche Stichentscheid bei Uneinigkeit zwischen Vater und Mutter in Fragen der elterlichen Gewalt (§ 1628 BGB a.F.) und der Alleinvertretungsanspruch bei der gesetzlichen Vertretung des Kindes (§ 1629 Abs. 1 BGB a.F.).

Eigentlich ein Grund zum Feiern.

Gerade saß ich noch mit meinen Mitbewohnerinnen am Frühstückstisch und fragte sie, wie es denn sei, ob sie das wüssten. Sie schauten mich mit großen Augen an und erklärten mich für verrückt, weil ich so etwas erinnere, weiß. Und genau hier liegt der Punkt. Wie will mensch etwas erreichen, für , aber auch für Männer, wenn er sich nicht erinnert, worum bereits wie mit wem gekämpft wurde. Aber wehe, wehe hier reißt jemand einen männerbezogenen Spruch oder macht einen billigen Vergleich. Dann wird die große ideologische Keule ausgepackt.

Pharisäer, allesamt. Klar, Magisterarbeiten über ein Genderthema schreiben. Schön. Immer schön mitdiskutieren, wenn es um Sprache und Subjekt, um die Stellung der in der Gesellschaft geht. Ist ja auch noch viel zu tun. Aber welche Kämpfe gefochten werden mussten, um überhaupt soweit zu kommen das 50% der Teilhabe an übergeht wird vergessen, sobald es nicht mehr interessant genug ist. Der Kampf um Geschichtslosigkeit ist der erste Kampf der Reaktion. Hauptsache man hat einen tollen Job und bekommt die Erziehung der Familie da mit rein. Das muss Alice Schwarzer mit Lifestylefeminismus gemeint haben.

Und das es mal andere Gesetze gab, die deutlich mehr Rechte einräumten (ich sag mal Abtreibungsrecht und Fristenlösung), dass erscheint wie eine Geschichte aus der Vergangenheit oder aus der Grimmschen Märchensammlung. Mich nervt das so was von. Das Patriachat überwindet sich sicherlich selbst, wenn die “” wie die “Männer” behandelt werden. Essen, übergeben.

Bildquelle: Esther_G

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2 Kommentare

ich bezweifele ja, dass ausgerechnet das gleichstellungsgesetz von ‘58 ein anlass zum feiern ist, denn das gesetz reagierte zwar auf die verfassungswiedrigkeit des BGB (die entstanden war, nachdem durch art. 3 GG der gleichheitsgrundsatz forumliert worden war), aber sehr zaghaft, nach sehr langem zögern und irgendwie… wiederwillig, würde ich sagen. nach dem gleichberechtigungsgesetz durfte die ehefrau zwar eine erwerbsarbeit annehmen, aber eben nur solange sie ihre pflichten im haushalt und in der ehe erfüllte (die pflicht zur haushaltsführung wurde ‘76 abgeschafft). die elterliche gewalt stand nun beiden elternteilen zu, ABER nach dem gleichberechtigungsgesetz verblieb der stichentscheid beim vater. das kippte das bverfg ein jahr später. das gesetz ist ganz klar von der vorstellung der hausfrauenehe geprägt, und eher ein zaghaftes anpassen an normative grundsätze, denn ein großer schritt, würde ich sagen.

ansonsten aber zustimmung: geschichtsvergessenheit bringts einfach nicht.

Geschrieben von ihdl am 01/07/2008

Naja. Auch kleine Schritte sind Schritte. Der Mann der den Berg abtrug, war der, der anfing die Kieselsteine wegzutragen, sagen die Chinesen. Und naja, es ist halt dieses Unwissen, welches mich aufregt. Ich sag nochmal Fristenlösung. Das wird ja heute schon von einigen Menschen als fortschrittlich angesehen. Leider.

Geschrieben von ml am 01/07/2008

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