Youporn
Dann schreib ich halt auch mal was zu YouPorn. Ja, der bei Google nicht indizierten Internetseite…
… ich habe gerade den bisher besten Artikel zum Thema Pornographie und der Frage wie die Entwicklung des Netzes und von oben genannter Internetseite das “Geschäft” ändern. Kleiner Auszug:
Seit der Erfindung einer virtuellen Suchmaschine namens YouPorn bleiben mensch die Umwege in einschlägige Kinos und Videotheken erspart. Sehen kann mensch mit Internetanschluss dort nämlich nicht einfach nur Erotikdarstellungen, die sich von so genannten pornografischen Darstellungen durch einen ästhetischen Mehrwert abheben. Erotik, die ihre Reize aus der Einbettung in einen Handlungsstrang sowie durch das gezielte Verschweigen bzw. Verhüllen der nacktesten aller Wahrheiten bezieht, hat bei YouPorn nur beschränkt Platz. Die Suchmaschine hat sich der Darstellung und Verbreitung zeitgemäßer Hardcore Pornografie angenommen. Dass “Du!” es sein könntest, der/die die schlecht blondierte Nachbarin am Nachhausweg überraschst, ist eine Vorstellung, die insbesondere die Amateurpornos auf YouPorn suggerieren[8]. Die dilettantische Kameraführung und die Tennissocken der Darsteller unterstreichen die Identifikationsebene nur, die bereits im Titel der Suchmaschine anklingt: You= Porn= Everybody.
Was die durch YouPorn distribuierten Hardcore-Clips vom narrativen Pornofilm unterscheidet ist die Unmittelbarkeit in der Darstellung sexueller Akte. Der möglichst schnell herbeigeführte money shot kommt zumeist schneller als erwartet. Dazu braucht es weder des umständlichen Gangs zum Fahrstuhl oder ins Büro noch des Auftretens eines fingierten Briefträgers. Die ProtagonistInnen kommen möglichst direkt und ohne erzählerische Ausschmückungen “zur Sache”. Sex ist dabei nicht einfach Motor einer Handlung; seine Darstellung in Form einer Reihe von getrennt hintereinander abrufbaren Nummern selbst ist das Ziel.
Diese und mehr Erkenntnisse gibt es hier: From Hard-Core to Post-Porn.
Schlagwort: Feminismus, Film, Frauen, porno




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