Seitdem 1986 die atomare Katastrophe in Tschernobyl der Welt endgültig zeigte wie unsicher Kernkraft ist, sollte diese „Brückentechnologie“ abgeschaltet, sollten Lösungen für andere Möglichkeiten der Energieerzeugung gefunden werden. Aber auch 25 Jahre später, davon 9 Jahre mit rot-grüne Bundesregierung, haben in Deutschland nur dazu gereicht, einen verwaschenen Kompromiss zu finden – der prompt von der aktuellen Bundesregierung aufgeweicht wurde. So ist parlamentarische Demokratie – alles Kompromiss, Maximalforderungen werden verwaschen, es geht um Arbeitsplätze, Stromsicherheit für den „Standort“, Fragen der Endlagerung aber auch Profitmaximierung, Kapitalinteressen und vieles mehr.

Chernóbyl: crónica de un desastre

Der Unglücksreaktor 1 - Foto von Samual Pedrete - CC-Lizenz

Es geht hier nicht darum zu sagen jedem Atomkraftwerk in Deutschland könnte morgen das gleiche passieren. Es geht darum zu sagen, das es tausende Gründe geben kann die zu einem Störfall in einem Atomreaktor führen können. Ein Erdbeben der Stärke 9,0 mit anschließendem Tsunami, was zum Ausfall selbst der Notkühlsysteme führte ist der 1.001. Auch in Europa werden noch Siedewasserreaktoren betrieben, auch in Europa kann es zu teilweise schweren Erdbeben kommen. Menschliches oder technisches Versagen kommt hinzu wie der Zufall es will. Für die Vernichtung der Challenger (auch 1986) war ein verschlissener Dichtring verantwortlich.

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