Keine Chance auf den Ausstieg?

Aber gibt es denn angesichts des beschriebenen Weges des Kompromisses, angesichts der verschiedenen Interessen die an solch einem AKW hängen, einen Weg in den Ausstieg? Japan beispielsweise ist ein Land, in dem die Anti-AKW Bewegung immer marginal war. Stromhungrig. All die Klimaanlagen, die kleinen Gadgets, Mobiles, Macs, Computer, Hochtechnik. 263 Terrawattstunden im Jahr 2009, 29% der Stromproduktion des Jahres. In Deutschland sind es 127,7 Terrawattstunden, immerhin 26%.

„Laufende Atomkraftwerke sind praktisch wie Gelddruckmaschinen, sie werfen im Normalbetrieb gewaltige Gewinne ab. Was davor und danach Kosten verursacht, wird sozialisiert. Forschung und Endlager zahlt der Staat, die Folgen eines Unfalls trägt die Gesellschaft, weile keine Versicherungsgesellschaft der Welt dieses Risiko übernehmen würde.“ (FAS 13.3.2011 S.59)

Ja: selber machen!

Der einfachste Weg ist Strom zu sparen, Energie sparende Lampen und Geräte sind ein Anfang. Da aber auch beim Sparen immer noch Strom gebraucht wird: wechselt euren Stromanbieter! Nutzt Anbieter, die darauf achten welche Produktionsstätten den Strom erzeugen, den sie einkaufen. Denn aus der Steckdose kommt immer das selbe: Strom. Es lässt sich nicht sagen, woher dieser Strom kommt. Nur welcher Strom ins Netz hineingegeben wird lässt sich steuern – von eurem Anbieter. Ein Stromtarif, der auf Atomstrom aufbaut, sorgt dafür, dass mehr Atomstrom gekauft wird. Ein Anbieter, der ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen anbietet sorgt dafür, das mehr solcher Strom ins System gegeben wird. Die folgenden vier Anbieter kaufen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energieformen: Naturstrom, Greenpeace Energy, Lichtblick und EWS. Oder checkt euren lokalen Stadtwerke, welche Tarife diese anbieten; leider sind darunter auch meist auf Atomstrom basierende Tarife.

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