Badewanne sind eine Spitzensache. Die ganze Woche wartet und sehnt man sich danach, endlich in eine mit warmen Wasser und Blubberzeugs und Schaum gefüllte zu sinken, alles von sich abfallen zu lassen und einfach nur im warmen Wasser zu treiben. Augen zu. In einem guten Vollbad möchte man liegen bleiben bis es gar nicht mehr anders geht, bis die Haut verschrumpelt ist.

Eine warme Dusche ist nur ein Ersatz für dieses wohlige Gefühl, sie wird aber trotzdem gern genutzt um es wenigstens kurz zu haben. Wie ein billiges, schnelles Vergnügen, schal nach fünf Minuten, nur eine Vorstellung von dem Treiben lassen in der Wanne, in der man gerade steht mit Blick auf einen öden Duschvorhang aus dem Baumarkt der sonst beschämt versteckt würde. Man steigt schnell heraus, sucht beschämt nach einem Handtuch und Creme, sauber zwar, aber ohne das entspannende Gefühl der Nacktheit, das sich nur im Warmen so richtig einstellt.

Manche Menschen haben nur eine Dusche oder noch nicht mal das, die sind dann möglicherweise neidisch auf die Menschen mit Badewanne. Oder Dusche. Oder beides. Manche Menschen haben Dusche und Badewanne und können einfach beides haben, je nach Lust und Laune.

Leider wird das Wasser beim Wannenbad schnell kalt, die Liegelage unbequem, man beginnt von der hohen Luftfeuchtigkeit getrieben zu schwitzen, die Kopfhaut kribbelt und der Waschlappen im Gesicht macht die Lage auch nicht besser. Dann will man lieber duschen. Oder nur schnell raus. Und nur die Angst vorm kalten draußen hällt einen zurück. Noch einmal, zweimal lässt man warmes Wasser nach, verlängert den Moment. Bis das ganze Bad warm ist, die Kälte verdampft.

Weiterlesen…

Bevor ich jetzt den siebenunddrölften Post rauslasse, wie toll Google Plus doch ist und was für spitzen Dinge sich damit tun lassen, verweise ich lieber auf die guten Zusammenfassungen bei Spreeblick, Mashable oder ReadWriteWeb, das sollte reichen um sich einen Überblick zu verschaffen.

Nur eine Debatte, die hoffentlich nur im deutschen Teil tobt, die würde ich gern aufgreifen, es geht, wie sollte es anders sein, um Einladungen. Google Plus ist ja noch Beta, daher war in den letzten beiden Tagen ein großer Run auf Invites zu beobachten, das ebbt aber wieder ab. Entsprechend bewegt sich die Diskussion hin zu „unfreiwilligem“ eingeladen werden, was funktioniert, indem man eine beliebige Mailadresse nimmt und in einen Circle schmeißt oder sie direkt beim zu teilenden Post hinterlegt. Der so eingebaute „noch nicht google plus Nutzer“ erhält dann eine entsprechende Einladung, auf die er oder sie reagieren kann.

Problem:
„Das ist sowieso in Gewisser Hinsicht eine Zumutung, da Google ganz ähnlich wie Facebook einen zumindest rudimentären Social Graph über Leute anlegen kann, die nicht bei Google+ sind und das vielleicht auch verweigern.“
(aus einem Kommentar bei Google+)“

Google ist eine Suchmaschine. Nebenbei gibt es das Angebot, seine Mails über Google zu versenden, inklusive passender Adresse und schier unendlichem Webspeicher, Adressbuch und Kalender. Zusätzlich dazu Mobiltelefone, die auf ebenjenes Adressbuch zurück greifen. Zumindest in meinem Fall hat Google bereits alle relevanten Emailadressen zusammen und könnte mit den Daten der vergangenen Jahre sicherlich einen guten Social Graph bauen, ohne Google Plus auch nur ein einziges Mal zu bemühen.

Und zack kommt dann der Freundefindervergleich. Nur der Unterschied wird nicht verstanden. Der Freundefinder möchte vom Nutzer gern Nutzername und Passwort für einen Mailanbieter, um das Adressbuch zu analysieren.

Google (Plus) hast du das schon gegeben.

Wer also sagt, Google Circles und (un-)beabsichtigte Einladungen seien genauso schlimm wie der Freundefinder, sollte vielleicht einfach sein Google-Profil (ja, ich meine das ganze) einfach löschen und wieder web.de nutzen.