Leere Signifikanten Fantasies have to be unrealistic.

Status » Dinge die sofort verständlich sind, machen mir Angst. So, etzt mal arbeiten. off.

Posts about signifikate

Artikelschreiben im Twitterrausch
on 26/08/2008 - like it?

Ein Redakteur des Spiegel bekommt mit, dass der SPD-Generalsekretär Heil - fasziniert von Barack - zum Parteitag der Demokraten gereist ist und von dort im “Jugendjargon” über die “Kracher”-Rede von Michelle, “finstere” Republikaner und die Einkäufe mitreisender SPD-Politiker bloggt (…). (leicht modifizierter Spiegel Teaser)

Thomas Knüwer (Indiskretion Ehrensache) stellt richtigerweise fest, worum es dem Spiegel wohl geht:

Schon sehen wir da erste boulevardistische Absichten, gepaart mit Unkenntnis. ist kein klassisches soziales Netzwerk, es sei denn man möchte Spiegel Online auch als soziales Netzwerk seiner Autoren… Obwohl, irgendwann hat ja mal ein führendes Mitglied der Spiegel-Online-Redaktion behauptet, das Angebot sein ein Blog. Spiegel Online also kann alles. Oder glaubt es.

Es scheint man schießt sich schon ein auf die Wahl(kampfmittel) 2009, zuerst , jetzt ebend . Einen ähnlichen Artikel erwartet ich täglich über StudiVZ (Andrea Nahles Mitglied in der Gruppe “Lasst mich hier rein.”) oder ähnliche Kaliber. Fest steht: richtig ist Nico Lummas Feststellung, es kämen ein Wahljahr des mit veränderter politischer Kommunikation. Für richtig halte ich aber auch, dass man scharf trennen sollte zwischen Amerikanischen Verhältnissen und deutschen Zuständen. Klar, man kann von Obamas Nutzung des Netzes und vor allem im Bereich Networking viel lernen, (Micro)Blogging, SocialNetworking, vor allem Fundraising usw. werden auf jeden Fall Teil der Wahlkämpfe 2009 sein. Kern von Obamas Kampagne war es doch eben, das nicht mehr von Großindustriellen Spenden eingesammlt wurden, sondern das massiv um Kleinspenden geworben wurde. Damit wurden den Menschen das Gefühl gegeben, Ihren Kandidaten direkt beeinflussen zu können. (more…)

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Altersfragen
on 11/08/2008 - like it?

Als ich am Sonntag nach Hause fuhr und diese Bilderreihe mit meiner Handycam geschossen habe, passierte mir ein Missgeschick:

Der Mann neben mir, mit Esoterikoutfit samt Runenarmband und offenem Wollpullover fragte mich zwischen Gössnitz und Altenburg, sichtlich interessiert: (more…)

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nOlympia
on 08/08/2008 - like it?

Sollte hier jemand Artikel über die Olympiade 2008 in Peking erwarten, so wie ich das zur #EM08 tat: ich muss enttäuschen.

Ich stehe weder auf Olympia an sich - die größte Sportveranstaltung der Neuzeit, jaja; noch auf die aktuelle Chinas in vielen Einzelheiten. Deswegen: nOlympia 2008, keine Artikel. Im Fernsehen werde ich es auch nicht anschauen, Fernsehboykott dürfte die einzige Möglichkeit sein, sinnvolles zu tun, lebt Olympia doch hauptsächlich von Werbeeinnahmen.

Für Peking mag es schön sein: auch hier bin ich anderer Meinung, die Stadtentwicklung in den letzten Olympia(bewerber)städten spricht Bände. Für die Sportler mag es das wichtigste Event Ihrer Karriere sein, auf dass sie sich ihre ganze Karriere lang hingedopt vorbereitet haben. Für die Zuschauenden in den Stadien mag es spannend sein.

Für mich ist es das nicht. Ich schau nicht hin. Weitermachen.

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Warum Politik-Blogs nicht funktionieren
on 21/07/2008 - like it?

Es schreibt Patsy Jones:

Und die die das Talent haben und einfach nur schreiben wollen, die wollen sich nicht festlegen und damit nehmen sie ihrem Geschriebenen die Möglichkeit, irgendwie eingeordnet werden zu können. Ich hab mir oft gedacht, wenn ich Ahnung von hätte, dann wäre ich die perfekte Anlaufstelle für politisch interessierte 16jährige.

Und genau an dieser Nahtstelle zwischen der Diskussion zum Thema Politblogger und der zum Thema “Funktionieren von Blogs” liegt das Körnchen Realität. Jeder könnte bloggen. Einige tun es. Warum nicht die Politiker, oder nur wenige?

Bei der derzeitigen Arbeitsbelastung eines durchschnittlichen Kommunalpolitikers und den einschlägigen Verordnungen wird es schwer, aus der politischen Praxis von Rats- und Ausschusssitzungen, Treffen und Gesprächen zu schreiben. Außer er will schreiben. Der Lehrer wird kommen, wenn der Schüler bereit ist. Vorher muss der Blogger als Autor sterben. Alles andere bleibt Wahlkampfblog, befüllt von den Mitarbeitern, oder nebenbei.

Wie sieht denn die Realität aus. Ganze Fraktionen tagen (wie die Linksfraktion im Stadtrat zu Leipzig) im Geheimen (nur die Fraktionäre dürfen teilnehmen), Kommissioen und Ausschüsse ebenso (Parlamentarische Kontrollkommission, aber auch Informationen in Stadträten). Den meisten Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern sind Computer, das Netz und gar Blogsoftware eher fremd.

Reichstag, innenOb es möglich ist, mit den Möglichkeiten des Netzes etwas an dieser Situation zu ändern? Sicherlich. Weil jeder einzelne einfacher seine Meinung einbringen kann, weil dies normal sein wird - wird 2009 bereits bei youtube, anyVZ und facebook stattfinden, es wird von Kandidaten geben und alle Möglichkeiten des Netzes werden ausgenutzt werden. Glaubt ihr nicht? Wartet es ab. Nicht von allen Kandidaten vielleicht, aber von vielen.

Klingt zynisch, oder? Es wird das Problem nicht lösen, das die parlamentarische mit sich bringt: sind wie Crack für Parlamentarier (als Währung innerhalb des Systems), schließlich wollen sie wieder gewählt werden. bringen solang ein Thema oder eine Kandidatin interessant ist - und nur wenige interessieren sich für die Verkehrsregelung der Schifffahrsstraßen im ostdeutschen Kanalgewässergebiet - und ja, so etwas wird im Bundestag behandelt.

Wie war das mit dem Schwein?

(Bildquelle: Flickr Wolfgang Staudt

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Es stirbt der Blogger als Author
on 19/07/2008 - like it?

Man sagt: Das alte war statisch, die Seiten waren statisch. Jetzt, , ist alles viel dynamischer. »Alle dürfen mitmachen.« Das ist Unfug: a) dürfen nicht alle mitmachen; b) die, die mitmachen dürfen (oder können), durften (oder konnten) auch schon vorher mitmachen, im Netz 1.0, aber auch schon davor: mit Stift und Papier oder Schreibmaschine. Interessant ist aber, wie diese Idee sich durchsetzt: Mit den , die für das so sig­nifikant sein sollen, wird nämlich jeder ganz im Sinne von Barthes zum Schreiber, gleichzeitig stirbt aber der Blogger als Autor.

Sagt Roger Behrens in einem Artikel zum Ende von Rainald Goetz Blog “Klage”.

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