Bevor ich jetzt den siebenunddrölften Post rauslasse, wie toll Google Plus doch ist und was für spitzen Dinge sich damit tun lassen, verweise ich lieber auf die guten Zusammenfassungen bei Spreeblick, Mashable oder ReadWriteWeb, das sollte reichen um sich einen Überblick zu verschaffen.

Nur eine Debatte, die hoffentlich nur im deutschen Teil tobt, die würde ich gern aufgreifen, es geht, wie sollte es anders sein, um Einladungen. Google Plus ist ja noch Beta, daher war in den letzten beiden Tagen ein großer Run auf Invites zu beobachten, das ebbt aber wieder ab. Entsprechend bewegt sich die Diskussion hin zu „unfreiwilligem“ eingeladen werden, was funktioniert, indem man eine beliebige Mailadresse nimmt und in einen Circle schmeißt oder sie direkt beim zu teilenden Post hinterlegt. Der so eingebaute „noch nicht google plus Nutzer“ erhält dann eine entsprechende Einladung, auf die er oder sie reagieren kann.

Problem:
„Das ist sowieso in Gewisser Hinsicht eine Zumutung, da Google ganz ähnlich wie Facebook einen zumindest rudimentären Social Graph über Leute anlegen kann, die nicht bei Google+ sind und das vielleicht auch verweigern.“
(aus einem Kommentar bei Google+)“

Google ist eine Suchmaschine. Nebenbei gibt es das Angebot, seine Mails über Google zu versenden, inklusive passender Adresse und schier unendlichem Webspeicher, Adressbuch und Kalender. Zusätzlich dazu Mobiltelefone, die auf ebenjenes Adressbuch zurück greifen. Zumindest in meinem Fall hat Google bereits alle relevanten Emailadressen zusammen und könnte mit den Daten der vergangenen Jahre sicherlich einen guten Social Graph bauen, ohne Google Plus auch nur ein einziges Mal zu bemühen.

Und zack kommt dann der Freundefindervergleich. Nur der Unterschied wird nicht verstanden. Der Freundefinder möchte vom Nutzer gern Nutzername und Passwort für einen Mailanbieter, um das Adressbuch zu analysieren.

Google (Plus) hast du das schon gegeben.

Wer also sagt, Google Circles und (un-)beabsichtigte Einladungen seien genauso schlimm wie der Freundefinder, sollte vielleicht einfach sein Google-Profil (ja, ich meine das ganze) einfach löschen und wieder web.de nutzen.

Es gibt derzeit eine längere Auseinandersetzung um das Streetviewprojekt in Deutschland, so auch in Leipzig. Eigentlich ist auch schon alles gesagt. Das weitest gehend die gleichen Politikerinnen, die für ELENA, Vorratsdatenspeicherung und Zugangserschwernisgesetz stimmten jetzt plötzlich Datenschutzbedenken anmelden spricht Bände und zeigt nur, das es nicht um den Schutz von persönlichen Daten allgemein geht, sonder darum, die Daten die man selbst gern hätte vor anderen, fremden Zugriffen zu schützen. Ein Bedenken übrigens, das bei der Weitergabe von Fluggast- oder SWIFT Daten keine Rolle spielte.
google killed bambi Weiterlesen…

Der Mark mal wieder. Er berichtet heute von diesem Gesetzesvorhaben, das nächste Woche beschlossen werden soll. Das beste daran, niemand kriegt was mit:

2. Informationspflichten für Bürgerinnen und Bürger

Keine.

Alles wird schön zusammengeführt, vergleichbar gemacht. Und das vom Statistischen Bundesamt, dass die Daten für Ihre eigenen Statistiken als Basis benötigt.

Dann ist es vielleicht möglicherweise (keine Tatsachenbehauptung!) der LVB auch möglich, anhand gespeicherter Daten zu bestimmen, wo die Schwarzfahrer eher wohnen, um dann die Linien einzustellen.

Auf dem Weg wohin?

Der folgende Artikel erscheint gekürzt in der nächsten Ausgabe der so! Weiterlesen…