Leere Signifikanten Fantasies have to be unrealistic.

Status » Dinge die sofort verständlich sind, machen mir Angst. So, etzt mal arbeiten. off.

Posts tagged Findings

Berufstätige Mütter
on 09/10/2007 - like it?

scheinen echt zu einem Feindbild zu werden. Zumindest wenn Christa Müller in die unterste Schublade greift und sagt:

Die berufstätigen Mütter haben nicht genug Zeit, zu schlafen oder sich zu pflegen, man sieht es ihnen an. (Quelle)

Wenn es mit rationalen Argumenten a la Gebärmaschinen nicht mehr funktioniert, wird also mal ebend in der Kiste gewühlt und etwas herausgezogen, was immer wirkt: Frauen, wenn Ihr schön bleiben wollt (ausgeschlafen und gepflegt), dann bleibt zu Hause und kümmert euch um eure Kinder.

Halina hat auch meine Mutter schon verteidigt, Mark den Peinlichkeitsfaktor ausgedrückt. Sie (also meine Mutter) sieht auch nach 10 Jahren Arbeitslosigkeit noch sehr gepflegt aus - Schlafen kann sie vor allem nicht aus Sorge ums gar nicht so liebe .

Aus meiner Kindheit kann ich berichten, dass meist die Mütter am lustigsten aussahen (vulgo: ungepflegt) die keinen Arbeitsplatz für und Sozialismus hatten … DDR halt.

Lustigerweise hat C. Müller in einigem Recht, beispielsweise wenn Sie fordert,

Alle Familien sollen sich so viele Kinder leisten können, wie sie es sich wünschen, und so viel Zeit für sie haben, wie es ihren Bedürfnissen entspricht. Dazu brauchen wir familiengerechtere Arbeitsplätze und die finanzielle Unterstützung der Familie (…).

Leider knüpfen sich daran Vorstellungen, die finsterer nicht sein könn(t)en:

Koch-Mehrin: Gleichberechtigung beginnt zu Hause am Spülbecken, und wenn beide berufstätig sind, gehört es dazu, notfalls zu streiten und die Hausarbeit aufzuteilen.
Müller: Dann sagt der Mann: “Tschüss, ich gehe”…

Auch dazu nur eine Erfahrung (my 2 cents): die putzenden Frauen sind mir unheimlich. Ich mein: ich hab meinen Privatbereich - und die Frauen, die nach der ersten Nacht das putzen meiner Wohnung übernehmen wollten waren mir immer schon suspekt.

Tags: , , , , , , , , ,


Ökologisches zum Stadtwerkeverkauf
on 03/10/2007 - like it?

This entry is part 3 of 6 in the series Kühe

Ich hatte ja schon an verschiedenen Stellen über das Bürgerinnenbegehren berichtet, dass derzeit hier in stattfindet. Zuerst einmal die guten Nachrichten. Dem Vernehmen nach hat die Bürgerinitiative bereits über 10.000 Unterschriften gesammelt (PM Bürgerbegehren) und ich denke es sind noch so einige Listen im Umlauf. Es sieht also gut aus für das Begehren, es steht zu erwarten dass noch vor der Entscheidung des Stadtrates die Marke 25.000 geknackt wird - und es eben zu einer ordentlichen Bürgerbefragung kommen kann. (more…)

Tags: , , , , , , , , , , , , , ,


Bedingungsloses Grundeinkommen
on 30/09/2007 - like it?

Am Freitag abend war ich in der Dresdner Wir AG. Dort wurde die LAG (=Landesarbeitsgemeinschaft) für ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) gegründet. Eine Bundesarbeitsgemeinschaft gibt es bereits.

Leider gab es auch dort kein W-Lan, so dass ich jetzt erst berichten kann.

Die Debatte zum war in der alten PDS bereits weit gediehen. Aus kamen, vorangetrieben von Juliane Nagel, Ronald Blaschke und Katja Kipping wichtige Debattenbeiträge. Nachdem jetzt Die Linke. auch kommunal und in den Ländern Gestalt angenommen hat wird es wichtig, sich in die zu führenden Programmdebatte einzumischen.

Und genau da gehen die Probleme los. Schon in der PDS war es schwierig, den Grundstein für diese Diskussion offen zu legen: die Kritik an der der herkömmlichen Erwerbstätigkeit auf Basis des G-W-G’. Auf dieser (Re-)Produktion von Mehrwert basiert schliesslich das Bismarksche Sozialmodel - und typisch deutsch wird mal eben das Modell des männlichen Ernährermodells zementiert. Soviel vielleicht zur Einleitung. Vielleicht baue ich diese Diskussion noch aus.

Grundlage für dieses Programm soll das bereits aus dem Bundestagswahlkampf 2005 bekannte und seither fortgeschriebene Motto “Für eine neue soziale Idee” werden. Für einige Menschen in der sieht diese neue Idee aus wie Forderungen der SPD von 1998. Kein Wunder, möchte man meinen, wir haben ja schliesslich den selben Vorsitzenden wie die SPD vor zehn Jahren.

Ich muss mir selbst eingestehen, dass dies schon damals nicht Richtungweisend war, eher im Gegenteil. Die Veränderung der Mehrwertproduktion der letzten Jahre (Substitution industrieller Erwerbstätigkeit in andere Regionen, verstärkte Prekarisierung einfacher Tätigkeiten usw.) macht ein verändertes Denken zum Sozialstaat gerade zu notwendig. Leider habe ich den Eindruck die entwickelt sich genau in die entgegen gesetzte Richtung. Und eigentlich war der Plan, keine zweite SPD zu schaffen - was heraus kommt wenn man das doch versucht, zeigt das Wahlergebnis von 2002 …

Die Idee, anstatt einer Sozialleistung ALG 2 mit all den Bedingungen und Schnüffeleien ein bedingungsloses Grundeinkommen für jede einzuführen ist Teil der Programmatischen Eckpunkte. An dieses Konzept ist eines nicht gebunden - der Zwang zur Arbeit. Aber die eigentliche Programmdebatte beginnt erst jetzt, Aufgabe ist, dass in dem Programm nicht steht, dass die der von vor zehn Jahren positiv war. Das sollte Leitbild sein – ein demokratischer Sozialstaat, der nicht vom Zwang zur Erwerbsarbeit dominiert wird, in dem sich nicht alles an der Frage entschieden wird, wo und wie die Einzelne im Prozess der Mehrwertproduktion steht.

Schon seit zwei Jahren kann man in der Öffentlichkeit eine Verschärfung der Debatte beobachten, die Zahl der Befürwortenden nimmt zu. Aber eben auch der Gegenwind. Lieblingsargument der Linken: das Konzept des Grundeinkommens ist nur billige Kopie der konservativen Köpfe Althaus und Werner. Daher ist es wichtig, gerade auf das “Bedingungslose Grundeinkommen” zu rekurieren - das ist was das Konzept trennt. Denn in den konservativ-liberalen Gedankenspielen zum Thema scheint immer eines hervor: Arbeitszwang.

Aus der Bundestagsfraktion der Linken kommen immer mal wieder Zeichen, dass es ausreicht, das ALG 2 aufzubessern - sprich den Regelsatz zu erhöhen. Die Revolutionäre Aufgabe der bestünde sozusagen darin, die sozialstaatlichen Modelle der Vergangenheit zu erhalten, an nur geringe Veränderungen vorzunehmen.

Die Keywords, die der Gründungserklärung zu Grunde liegen sind die folgenden: individuelles Grundeinkommen, ausreichend und armutsverhindernd, keine Bedingungen, mit Sozialversicherungssystemen (Krankenversicherung, Rente usw.) koppeln, flankiert von Mindestlohn und Arbeitszeitverkürzung.

Soviel erstmal, es kommt sicherlich einiges mehr dazu.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


Das Internet ist hier nicht verfügbar …
on 26/09/2007 - like it?

Eigentlich wollte ich die ganze Zeit hier sein. Sprich schreiben. Also live von meiner kleinen nach Plauen bloggen, erzählen was ich beim und bei Besuchen bei Freunden und Familie erleben durfte konnte. Und vor allem vom Der Linken.Leipzig berichten, ganz sehr innovativ sein. War ja schließlich der erste . Aber wie das so ist: es stand nirgends W-Lan oder Internetanschluss zur Verfügung. (more…)

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,


manchmal ist das leben auch grausam
on 15/09/2007 - like it?

Ich fahre gern mit dem Rad durch die Stadt. Zur Arbeit sowieso. Morgens über die Sachsenbrücke, wenn gerade die Sonne über den Bäumen steht. Was für ein Start in den Tag. Selbst bei Regen ist die Elster und das Elternflutbecken ein schönes Bild.

Wahrscheinlich hat jemand an mich gedacht, als er den Schlauch meines vorderen Rades entfernt hat. Ich kam heute morgen in den Keller, um von hier wegzufahren und stellte fest, dass das Rad platt war. Als ich gerade den Schlauch flicken wollte stellte ich fest, dass ebenjener Schlauch fehlte. Es hat sich also jemand die Mühe gemacht das Rad auszubauen, den Schlauch zu entfernen und alles wieder zusammenzusetzen. Das Leben ist grausam wenn es so etwas mit mir macht. Woher kommen solche Leute? Ich weiss es nicht.

Tags: , , , , ,