Youporn
on 30/07/2008 - like it?
Dann schreib ich halt auch mal was zu YouPorn. Ja, der bei Google nicht indizierten Internetseite… (more…)
Tags: Feminismus, Film, Frauen, porno
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Tags: Andre Gorz, Arbeit. Labour, Feminismus, Frauen, Journalismus, SATC, Sex, Twitter
Während ich mich gerade hier durch das große Onlinearchiv mit russischen und sowjetischen Plakaten klicke fällt mir auf, dass immer wieder für die Verteidigung des Mutterlandes propagandiert wird, so zum Beispiel Plakaten von 1941 (Fashism — an envy enemy of women! Let’s struggle against fashism!) und 1943 (For the Motherland!). Das alles, während Frauen und vor allem “Mütter” auf der anderen Seite der Front eine andere Bedeutung hatten und das eher für das Vaterland gekämpft wurde.
Ein ähnliches Phänomen ist in den Filmen “Die Lebenden und die Toten” sowie “Man wird nicht als Soldat geboren” auffällig. Auch hier wird immer wieder das Mutterland adressiert. Man (tatsächlich Mann und Frau, zumindest in Partisaneneinheiten und im Sanitätswesen) kämpft gemeinsam. Und immer wieder richten die Hauptfiguren ihr Rede an die gebliebenen Frauen in den Fabriken, berichten und fordern ein. Das lässt sich sicherlich auch in den anderen Filmen über diese Zeit nachvollziehen. Oder auf den Plakaten, wie hier von 1941: We’ll take your place!
Natürlich gibt es auch eine Kehrseite, die aber propagandistisch ausgenutzt wird: die Frauen werden mit den Verbrechen der Deutschen Wehrmacht konfrontiert, im Falle des zweiten Filmes mit einer Episode über Misshandlungen an Kriegsgefangenen . Eine Situation, die die Sanitäterinen ohne männliche Hilfe meistern muss. Und das natürlich auch schafft. In die Produktion waren sie nach 20 Jahren Sowjetzeit bereits eingebunden (Mastering the machinery, be in the first ranks of the builders of the communism), auch wenn dies natürlich noch verstärkt wurde. Aber auch dies geht in Propagandafilmen immer mit Leichtigkeit.
Propaganda, wie gesagt: mehr Plakate. (more…)
Tags: Film, Frauen, Frieden, Gender, Krieg, Militär
Heute vor 50 Jahren trat in der Bundesrepublik Deutschland das Gesetz zur Gleichstellung der Frauen in Kraft. Das Letzentscheidungsrecht des Ehegatten über Geld, Erziehung und Berufswahl lag bis dahin beim Mann, er konnte “sogar” die Anstellung seiner Frau kündigen, wenn es ihm Recht war.
Umstritten waren vor allem das männliche Entscheidungsrecht in allen ehelichen Angelegenheiten (welches dann keinen Eingang in das Gesetz fand) sowie der väterliche Stichentscheid bei Uneinigkeit zwischen Vater und Mutter in Fragen der elterlichen Gewalt (§ 1628 BGB a.F.) und der Alleinvertretungsanspruch bei der gesetzlichen Vertretung des Kindes (§ 1629 Abs. 1 BGB a.F.).
Eigentlich ein Grund zum Feiern.
Gerade saß ich noch mit meinen Mitbewohnerinnen am Frühstückstisch und fragte sie, wie es denn sei, ob sie das wüssten. Sie schauten mich mit großen Augen an und erklärten mich für verrückt, weil ich so etwas erinnere, weiß. Und genau hier liegt der Punkt. Wie will mensch etwas erreichen, für Frauen, aber auch für Männer, wenn er sich nicht erinnert, worum bereits wie mit wem gekämpft wurde. Aber wehe, wehe hier reißt jemand einen männerbezogenen Spruch oder macht einen billigen Vergleich. Dann wird die große ideologische Keule ausgepackt.
Pharisäer, allesamt. Klar, Magisterarbeiten über ein Genderthema schreiben. Schön. Immer schön mitdiskutieren, wenn es um Sprache und Subjekt, um die Stellung der Frauen in der Gesellschaft geht. Ist ja auch noch viel zu tun. Aber welche Kämpfe gefochten werden mussten, um überhaupt soweit zu kommen das 50% der Teilhabe an Frauen übergeht wird vergessen, sobald es nicht mehr interessant genug ist. Der Kampf um Geschichtslosigkeit ist der erste Kampf der Reaktion. Hauptsache man hat einen tollen Job und bekommt die Erziehung der Familie da mit rein. Das muss Alice Schwarzer mit Lifestylefeminismus gemeint haben.
Und das es mal andere Gesetze gab, die Frauen deutlich mehr Rechte einräumten (ich sag mal Abtreibungsrecht und Fristenlösung), dass erscheint wie eine Geschichte aus der Vergangenheit oder aus der Grimmschen Märchensammlung. Mich nervt das so was von. Das Patriachat überwindet sich sicherlich selbst, wenn die “Frauen” wie die “Männer” behandelt werden. Essen, übergeben.
Bildquelle: Esther_G
Tags: Arbeit, Feminismus, Frauen, Gender
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